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HIIT im Ausdauertraining: Warum kurze, harte Einheiten so effektiv sind

HIIT im Ausdauertraining: Warum kurze, harte Einheiten so effektiv sind

Viele denken bei Ausdauertraining an lange, monotone Läufe oder stundenlanges Radfahren. Doch es geht auch anders – kürzer, intensiver und extrem wirksam: Die Rede ist von High-Intensity Interval Training, kurz HIIT. In diesem Artikel erfährst du, wie HIIT funktioniert, warum es im Ausdauersport so effektiv ist – und wie du es sinnvoll in deinen Trainingsplan integrierst.

Was ist HIIT? Eine einfache Erklärung

HIIT steht für High-Intensity Interval Training – also Training mit kurzen, hochintensiven Belastungen, gefolgt von aktiven oder passiven Erholungsphasen. Im Gegensatz zu klassischem Dauertraining geht es hier nicht um gleichmäßige Belastung, sondern um gezielte Peaks: Du bringst deinen Körper wiederholt an (oder über) seine Leistungsgrenze, bevor du dich kurz erholst – und erneut angreifst.

Typisches Beispiel:

4×30 Sekunden Sprint mit je 90 Sekunden lockerer Pause dazwischen. Oder: 4×4 Minuten intensives Intervall mit 3 Minuten Trabpause (bekannt aus dem Norweger-Modell).

Warum ist HIIT im Ausdauertraining so wirksam?

HIIT ist nicht nur ein Hype aus der Fitnesswelt – es basiert auf soliden physiologischen Mechanismen. Durch die hohe Intensität entstehen Reize, die in klassischem Grundlagentraining so nicht erreicht werden.

Die wichtigsten Effekte von HIIT:

  • Verbesserung der VO₂max – die maximale Sauerstoffaufnahme
  • Effizientere Mitochondrienaktivität – bessere Energienutzung auf Zellebene
  • Stärkere Fettverbrennung – auch Stunden nach dem Training (Nachbrenneffekt)
  • Geringer Zeitaufwand – 15–30 Minuten reichen oft aus
  • Herz-Kreislauf-Stimulation – deutlich höher als bei moderatem Training

Studie: Gibala et al., 2012 – Physiological adaptations to low-volume, high-intensity interval training in health and disease

Für wen ist HIIT geeignet?

HIIT eignet sich für fast alle Leistungsstufen – solange es richtig dosiert wird. Einsteiger*innen sollten mit moderateren Intervallen beginnen (z. B. 20 Sek. Belastung / 40 Sek. Pause), Fortgeschrittene können sich an das klassische 4×4-Minuten-Modell wagen.

Wichtig:

  • Vor jeder Einheit gut aufwärmen (mind. 10 Minuten)
  • Intensität ernst nehmen: In den Belastungsphasen nahe an die anaerobe Schwelle (90–95 % HFmax)
  • Nicht zu oft: Eine HIIT-Einheiten pro Woche reicht oft völlig aus

HIIT vs. klassisches Ausdauertraining

Kriterium Klassisches Training HIIT
Dauer 45–120 Min 15–30 Min
Intensität Niedrig Sehr hoch
Ziel Fettstoffwechsel, Ausdauerbasis VO₂max, Explosivität
Regenerationszeit Kurz Länger
Energieverbrauch Während der Einheit Auch nach der Einheit

Fazit: Beides hat seinen Platz. Aber HIIT bringt enorme Fortschritte – besonders, wenn die Zeit knapp ist oder gezielte Leistungssteigerung gefragt ist.

Wie sieht eine HIIT-Einheit konkret aus?

Einsteiger-Variante: „1:2-Intervall“

  •  6–8 × 20 Sekunden Belastung (z. B. Sprint, Airbike, Seilspringen)
  • Jeweils 40 Sekunden aktive Pause (z. B. Gehen oder lockeres Traben)
  • Gesamtzeit: ca. 20 Minuten inkl. Warm-up und Cool-down

Fortgeschrittene Variante: Norwegisches 4×4-Training

  •  4 × 4 Minuten bei 90–95 % HFmax (z. B. Laufen, Rad, Rudern)
  • Jeweils 3 Minuten Pause dazwischen (lockere Bewegung)
  • Gesamtzeit: ca. 30–35 Minuten

Wichtig: Die Belastungsphasen müssen sich anstrengend anfühlen. Wenn du noch bequem sprechen kannst – du bist nicht intensiv genug.

Welche Übungen eignen sich für HIIT?

HIIT ist modalitäten-unabhängig. Entscheidend ist, dass die Übung deine Herzfrequenz schnell hochtreibt und dich wirklich fordert.

Beliebte Optionen:

  • Sprints (z. B. 100 m, 200 m auf der Bahn)
  • Seilspringen
  • Burpees oder Jump Squats
  • Fahrradintervalle (z. B. Wattbike oder Ergometer)
  • Berganläufe
  • Rudergerät (z. B. 30 Sekunden all-out)

HIIT & Regeneration: Warum weniger oft mehr ist

Je intensiver die Belastung, desto größer der Erholungsbedarf. HIIT-Einheiten sollten nicht täglich stattfinden – zu häufige Reizsetzung ohne Erholung führt zu Übertraining, Leistungseinbußen und Verletzungsrisiko.

Empfehlungen:

  • Max. 2–3 HIIT-Einheiten pro Woche
  • Mind. 48 Stunden Pause zwischen zwei hochintensiven Einheiten
  • Kombiniere mit Zone-2-Training für eine ausgewogene Belastung

Bonus-Tipp: Achte besonders auf deine Ernährung rund um HIIT. Kohlenhydrate vor dem Training verbessern die Leistungsfähigkeit, und schnelle Recovery-Kohlenhydrate danach unterstützen die Regeneration.

Fazit: HIIT – wenig Zeit, maximaler Effekt

HIIT ist kein Ersatz für alles – aber ein hocheffektives Werkzeug, um deine Ausdauerleistung gezielt zu steigern. Richtig eingesetzt verbessert es deine VO₂max, spart Zeit und bringt Abwechslung in den Trainingsalltag.

Zusammengefasst:

  • HIIT ist kurz, hart, effektiv
  • Ideal zur VO₂max-Steigerung und Fettverbrennung 
  • 2–3× pro Woche sind genug – Qualität vor Quantität
  • Kombiniere es mit lockeren Einheiten für den maximalen Effekt

Bonus: Passende Ernährung für dein Intervalltraining

Ein leerer Tank fährt nicht weit – und das gilt auch fürs HIIT. Vor intensiven Einheiten lohnt sich eine gezielte Kohlenhydratzufuhr, besonders bei nüchternem Training.

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